CDU-Friedland

21.06.2021

Nationaler Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation

Am 20.06.2021 wurde zum 7. Mal  der nationale Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation  begangen. Die  ehemaligen Mitglieder des BdV des Kreisverbandes Friedland/Neubrandenburg hatten sich zu diesem Anlass in Friedland am Denkmal am August-Bebel-Platz versammelt. Der CDU Gemeindeverband war durch mehrere Mitglieder vertreten. Herr Mosch, ehemaliger Vorsitzender des BdV Kreisverbandes, begrüßte alle Anwesenden  recht herzlich, darunter der Kreistagspräsident Thomas Diener, der Bürgermeister der Stadt Friedland Wilfried Block und der Stadtpräsident Ralf Pedd. In Grußworten erinnerten Herr Diener und Herr Block daran, dass viele Familien nach der Flucht in Friedland ein neues zu Hause gefunden haben und mitgeholfen  haben die Stadt nach dem Krieg wieder aufzubauen und die heute noch lebenden Heimatvertriebenen sich nichts sehnlicher wünschen als Frieden in der Welt. Herr Diener würdigte die Arbeit der Mitglieder des BdV in Friedland. Mit der Schaffung des Denkmals gibt es einen Ort der Erinnerung und der Mahnung, welcher zum Anfassen ist. Mit einem selbst verfassten Gedicht (siehe unten) beschreibt Frau Rux recht anschaulich, was die Heimatvertriebenen erlebt haben, was und wie sie fühlen und was sie sich für die Zukunft wünschen. Das Totengedenken am Denkmal  wurde von Herrn Mosch  gesprochen. Dann wurde eine Schweigeminute abgehalten und Blumengebinde von den Mitgliedern des BdV und den Gästen abgelegt.

 

Heimat

 

Heimat- was für ein großes und schönes Wort.

Vor 75 Jahren mussten wir, infolge des Krieges, aus unserer angestammten Heimat fort.

Wir mussten alles stehen- und liegen lassen,

 nur mitnehmen, was wir konnten mit unseren Händen fassen.

 

Beim Weiterziehen zu Fuß oder im Güterwagen, haben wir viel Leid gesehen und erfahren,

an Demütigungen, Hunger, Not und Klagen

Wir haben die Heimat verloren und noch so manches mehr.

Wir halten sie im Herzen fest, ist es auch noch so schwer.

 

In der Fremde haben wir ein neues zu Hause gefunden,

haben geholfen es aufzubauen und fühlen uns dadurch verbunden.

Krieg und Vertreibung bleibt Unrecht bis heut´, das müssen wir alle begreifen,

statt Hass zu schüren, Gewalt zu üben oder zu den Waffen zu greifen.

 

Darum Menschen seit wachsam, lasst so etwas nie mehr geschehn.

Hütet den kostbaren Frieden, dann  können wir beruhigt gehn.

Heimat und Frieden, darauf könnte ich schwören.

Heimat und Frieden- zwei Wörter, die zusammen gehören.

 

Ohne Frieden-keine Heimat,

Ohne Heimat-keinen Frieden.

 

Darum tun wir alles für ein friedliches und geeintes Europa.

Gedicht von Edeltraut Rux (ehem Westpreußen)

 

Birgit Schmidt

Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes Friedland

 

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