CDU-Gemeindeverband Neukalen

03.01.2020

Am Freitagabend, den 3. Januar, veranstaltete der CDU-Gemeindeverband Neukalen seinen Neujahrsempfang. Die Neukalener CDU lud Mitglieder, Parteifreunde und Personen aus Politik und Wirtschaft ins Bürgerhaus in Neukalen ein.

Der stellvertretende Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes Neukalen, Michael Rinke, begrüßte die CDU-Mitglieder und Parteifreunde sowie den Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolf, den Landtagsabgeordneten Marc Reinhardt, den Landrat Heiko Kärger und den Bürgermeister der Stadt Neukalen Willi Voß.

 

Nachfolgend ergriff der Bürgermeister Neukalens das Wort. "Im Jahr 2019 haben wir viel erreicht.", resümierte Willi Voß. Sein Dank und der Dank der Stadt gilt den 18 Vereinen der Stadt, der Feuerwehr und den Vertretern aus Politik und Wirtschaft. Besonders erfreulich war erneut der Adventskalender der Stadt, welcher über 2000 Bürger auf den Markt lockte. Hierbei wurden durch Spenden und den Verkauf von Glühwein über 600 € gesammelt. Das Geld soll für das Aufstellen einer Stele und einer alten Kirchenglocke der Neukalener Kirche verwendet werden. Bei dem Bauvorhaben an der Kirche wurden unter anderem neue Glocken in den Glockenturm eingesetzt. Hierfür bedankte sich Voß bei der Stadt, dem Land und den Bürgern der Stadt.

"Fürs kommende Jahr", erläuterte der Bürgermeister weiter, "hat man sich viel vorgenommen". Das Freizeitzentrum soll saniert werden, das Wohngebiet wird weiter wachsen und in die Zufahrt zum Gewerbegebiet "West" wird mit Hilfe von der Landesregierung 140.000€ investiert. Im Stadtpark soll das Denkmal saniert und neue Spielgeräte installiert werden. Der Bahndamm wird für die Anlieger erschlossen werden und die Beleuchtung der Stadt wird auf umweltfreundliche und Strom sparende LED-Glühlampen umgerüstet.

Im Hauptausschuss der Stadt Neukalen habe man noch weitere Pläne für die Zukunft besprochen. Unter anderem soll die Turnhalle, das Dach des Hafengebäudes und einige Straßen saniert werden. Der Marktplatz soll barrierefrei gemacht werden. Die Spielplätze sollen erneuert und ausgebaut werden. Das Rathausdach müssen in der Zukunft auch erneuert werden und die Feuerwehr soll weiterhin kräftig unterstützt werden.

In den vergangenen Jahren hat sich der Tourismus in der Peenestadt Neukalen weiterentwickelt, erklärte Voß. Für das Hafengebäude wurde ein neuer Betreiber gefunden und an der Peene können neue Ferienhäuser gebaut werden.

Abschließend erläutert der Bürgermeister der Peenestadt das heiß diskutierte Thema des Antrages einiger Bürger zur Ausrufung eines Klimanotstandes. Dieser wurde sehr ernst genommen. Der Antrag musste jedoch abgelehnt werden, da zu wenige Bürger den Antrag unterschrieben haben. Nachdem der Willi Voß aufzählte was Neukalen an Klima- und Umweltschutzmaßnahmen bereits umgesetzt hatte, erklärte er, dass die Stadtvertreter und die Verantwortlichen der Stadt bei künftigen Projekten den Aspekt des Umweltschutzes beachten werden und diesen in ihre Entscheidungen einfließen lassen will. Die Peenestadt habe eine positive Energiebilanz durch unzählige Solaranlagen aufzuweisen. Außerdem wurde viel Strom durch die Umrüstung auf LED-Beleuchtung eingespart. Sehr großen Dank ist hierbei gilt den Landwirten der Stadt. Diese stellen riesige Renaturierungsflächen bereit und wirtschaften sehr nachhaltig.

 

Im Anschluss berichtete Dr. Stefan Rudolf von seiner Arbeit als Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit. Diese sei sehr vielfältig und umschließt die Arbeit in vielen unterschiedlichen Gemeinden. Nach Neukalen käme er aufgrund der guten Zusammenarbeit und Kollegialität sehr gerne. Besonders freue sich Rudolf über die "Frauenpower" in Neukalen.

Für den Einsatz für die Mecklenburgische Seenplatte und Neukalen bedankt sich Dr. Stefan Rudolf beim Landrat Heiko Kärger und beim Landtagsabgeordneten Marc Reinhardt. Beide hätten maßgeblichen Anteil für die Entwicklung der Region in den vergangenen Jahren

Der Dank und die Ehrung durch das Ehrenbuch der Stadt Neukalen sei eine tolle Sache. Rudolf ist besonders Stolz, dass diese Tradition der Ehrung von Ehrenamtlichen und Bürgern die sich um die Stadt verdient machen weiterhin gelebt wird. Ebenso spricht er seinen Dank den Arbeitgebern und -nehmern in der Region aus, die für den guten wirtschaftlichen Weg auf dem sich Mecklenburg-Vorpommern bewegt verantwortlich sind. Das Erfolgskonzept für die Entwicklung der Stadt Neukalen sei die enge Verwobenheit zwischen den Unternehmern und der Politik. Neukalen versuche durch Anreize zielt die Wirtschaft der Stadt zu fördern. Hierbei wurden besonders beim verarbeitenden Gewerbe steigende Umsätze in der regionalen Wirtschaft festgestellt. Jedoch müsse noch ein größeres Wachstum bei der Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze stattfinden.

Bei der regionalen Entwicklung sei besonders das Unternehmensnetzwerk RUN (Regionales Unternehmensnetzwerk Mecklenburgische Schweiz) hervorzuheben. Dieses hilft enorm bei der Entwicklung der Region. Das Netzwerk müsse weitergeführt werden. Der Staatssekretär möchte das es auch über 2020 hinaus unterstützen.

Abschließt erklärte Dr. Stefan Rudolf, dass er sich über die tolle Entwicklung in Neukalen freue und weiterhin Projekte der Region unterstützen will.

 

Das letzte Grußwort des Abends hält der Landrat der Mecklenburgischen Seenplatte Heiko Kärger.

Der Landrat beginnt seine Rede mit einem nachdenklichen Zitat. "Auf das Zwischenmenschliche kommt es an und das kann man nicht kaufen." "Dieser Spruch", so erklärte Kärger, "passt in die Politik die Familie, Vereine und den allgemeinen Umgang miteinander." Es müsse erkannt werden, dass die Gesellschaft eine große Gemeinschaft ist.

Weiterhin berichtete der Landrat von den Erfolgen des abgelaufenen Jahres. Man habe die Kreisumlage gesenkt. Diese soll weiterhin gesenkt werden. Ob dies noch weiter von Nöten ist, müsse man sich jedoch Fragen. Vielleicht wären Entlastungen über einen Entschuldungsfond ebenfalls eine interessante Lösung. Beim Straßenbau habe man 12 Millionen Euro zur Verbesserung der Kreisstraßen eingeplant, was erstmalig in dieser Höhe sei. Das Kreiskrankenhaus in Demmin macht zwar Verluste, jedoch ist der Kreis dem Bürger verpflichtet die medizinische Leistung zu erbringen. Eine Schließung wäre daher nicht im Interesse der Bürger oder des Kreises. Die Infrastruktur müsse bestehen bleiben, damit die Attraktivität der Region beibehalten wird und eine Steigerung dieser möglich bleibt.

Die Arbeitslosigkeit in der Mecklenburgischen Seenplatte sei das geringere Problem. Hier habe man die geringste Arbeitslosigkeit seit Jahren. Jedoch sind derzeit ebenso viele Stellen offen, wie potentielle Arbeitnehmer arbeitslos sind. Daher gibt es Anstrengungen Menschen mit entsprechender Ausbildung zurück in die Region zu holen.

Abschließend wünscht der Landrat Heiko Kärger allen Anwesenden ein tolles Jahr 2020 und viel Glück und Zufriedenheit.

 

Den offiziellen Teil des Neujahrsempfang abschließend, erfolgt die traditionelle Versteigerung von Bildern von Künstlern aus der Region für die Aufstellung der Stele und der alten Glocke zwischen dem Markt und der Kirche in Neukalen.

 

Fotos: Andeas Ulbricht

 

Foto: Andreas Ulbricht
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