Dritter Online-Stammtisch

16.07.2020

Weil die aktuelle Coronasituation mögliche lockere Präsenzveranstaltungen noch nicht ermöglicht, fand am gestrigen Abend der dritte Online-Stammtisch des CDU-Kreisverbandes Mecklenburgische Seenplatte statt. Als Gäste wurden unser Innenminister Mecklenburg-Vorpommerns Lorenz Caffier und unser Landtagsabgeordneter Marc Reinhardt eingeladen.

In einem Bericht der aktuellen Lage erläuterte Lorenz Caffier die aktuelle Situation in unterschiedlichen Bereichen. Ausführlich wurde natürlich zuerst über die derzeitige Pandemie-Situation in Mecklenburg-Vorpommern gesprochen. Hierbei berichtete Caffier über die angespannte finanzielle Lage einiger Gemeinden und der Finanz-Situation beim Land. Ein weiteres Diskussionsthema war das aktuelle Reizthema „Rassismus in der Polizei“. Die Situation in der deutschen Polizei sei nicht annähernd mit der in den USA vergleichbar, so die mehrheitliche Meinung. Die größten Unterschiede seien schon allein bei der Ausbildung der Sicherheitskräfte zu erkennen. Dennoch muss in entsprechenden Fällen von Rassismus in der Polizei Aufklärung erfolgen und Maßnahmen durchgeführt werden. Ein weiteres berichtete Thema war die aktuelle Bildungssituation und mögliche Szenarien der Art und Weise der Öffnungen der Schulen im Land.

Anschließend berichtete Marc Reinhardt über den Feuerwehrausbildungsstandort in Malchow, welcher weiterentwickelt werden soll. Dort soll die Landesschule für Brand- und Katastrophenschutz (LSBK) zu einem Kompetenzzentrum ausgebaut werden. Weiterhin berichtete auch Reinhardt von Möglichkeiten der Präsenzbeschulung ab dem 5. August. In der Kultusministerkonferenz plant man derzeit einen „anderen Normalmodus“ für die Schulen. Hierbei wird es jedoch von Nöten sein, für jede Schule einen Hygieneplan aufzustellen. 

Abschließend berichtete Reinhardt von den aktuellen Zahlen im Tourismus, welcher wieder ganz gut läuft. Bisher blieb hierbei eine zweite Welle aus. Fraglich ist jedoch noch, welche Möglichkeiten der Freizeitgestaltung wieder geöffnet werden und welche nicht. Problematisch sind derzeit Einrichtungen wie Diskotheken und Clubs. Die mehrheitliche Meinung war hierbei, dass es schwierig sei, die tanzenden und feiernden Menschen während des Feierns auf Hygienemaßnahmen aufmerksam zu machen. Daher wird es wohl vorerst beim geschlossenen Zustand dieser Einrichtungen bleiben. Sollen diese aber die Corona-Maßnahmen wirtschaftlich überleben, müsse man sich Gedanken zur Überbrückung dieser Phase machen. Daher gilt es Pläne und Ideen zu entwickeln, wie Unternehmen über Wasser gehalten werden können, die definitiv nicht während der Corona-Pandemie öffnen können.

Nach den Eingangsberichten von Lorenz Caffier und Marc Reinhardt wurde der Stammtisch in die Runde für eine Frage- und Diskussionsrunde geöffnet. 

In der Diskussionsrunde wurden die Themen Frauenquote und ob diese sinnvoll und zielführend ist oder nicht aber auch das Anti-Diskriminierungsgesetz der Stadt Berlin besprochen. Zudem wurde über die Zukunft der CDU Mecklenburg-Vorpommerns und die Position der CDU für die Landtagswahl 2021 diskutiert.

Abschließend kam erneut die Situation der Feuerwehren im ländlichen Raum zur Sprache. Hierbei sei die Materialbeschaffung auf einem guten Weg. Problematisch ist jedoch nach wie vor der Faktor Mensch. Die Vereinbarkeit von Ehrenamt und Beruf ist an dieser Stelle noch nicht derart gegeben, um flächendeckend eine perfekte Einsatzmöglichkeit zu gewährleisten. Daher wurde über mögliche Förderung der Attraktivität von THW, Feuerwehr und dem Sanitätsdienst gesprochen. Zudem, so waren sich alle einig, müssen die bestehenden Möglichkeiten der Ehrenamtskarte weiter ausgebaut werden.

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